ITCHY

ITCHY

Wie wunderschön es doch ist, wenn erstmal gar nichts muss. Wenn aber eigentlich alles kann. Wenn man als Punkrock-Band wie ITCHY auf keiner Trendwelle surfen muss, um dann irgendwann im Hype zu ersaufen. Wenn man niemals dem Zeitgeist nachjagt aus Angst, plötzlich von gestern zu sein. Wenn man auf einmal merkt, wie saugut man wirklich aussieht mit aufgeschürften Ellenbogen, durchgelaufenen Hosen, blutverkrusteten Lippen und einem Lächeln, in dem mehrere Zähne fehlen.

Und wenn man wie Sibbi, Panzer und Max eben nicht mehr den Dreck aus den Klamotten klopft, weil man sich nach 15 Jahren Bandgeschichte, über 900 Shows in 20 Ländern und auf dem mittlerweile 7. Studioalbum »All We Know« einfach locker machen darf.

Gereist wird ab sofort mit dem absoluten Wissen um die eigenen Stärken – und ganz ohne Sperrgepäck. Nach den ersten anderthalb Dekaden, dem letzten Album 2015 auf Platz 5 der Deutschen Albumcharts OHNE große TV Show und dicke Hose, sowie einer längeren Verschnaufpause hat das Trio aus Eislingen an der Fils im Jahr 2017 den alten Bandnamen ITCHY POOPZKID auf das saloppe und schon seit Jahren gebräuchliche Fan-Kürzel ITCHY reduziert, kümmert sich derweil aber schon längst um viel wichtigere Dinge:

Textlich wie musikalisch geht’s auf »All We Know« deutlich tiefer, facettenreicher und – da ist das schlimme Wort! – erwachsener zur Sache. Wenn man überhaupt sein musikalisches Coming of Age als alte Hasen der Punkrock-Szene haben kann, dann doch bitte so.

Persönliche Kinnhaken und auch sozialkritische Seitenhiebe gibt es in Singles wie ‘Nothing‘ oder ‘Fall Apart‘ wie geschnitten Tofu, aber dieses Mal bei aller Kante eben irgendwie lässiger. Cooler. Tänzelnd. »All We Know« hat an all den richtigen Stellen eine gehörige Portion Groove, positive Power und Singalong-Hits und kann gleichwohl Melancholie und Nachdenklichkeit, ohne dabei verbittert zu wirken. Anders gesprochen: Bei aller Energie nehmen ITCHY dieses Mal nicht unbedingt den kürzesten Weg, um mit dem Kopf durch die Wand zu rennen, damit die Sonne von außen rein scheint. Müssen sie auch gar nicht: Mit der 3. Single ‘The Sea‘ hat man den Sommer kurzerhand selbst mitgebracht für all die Festivals, die da draußen auf die verlässliche Live-Bank ITCHY und ihre neuen Songs warten.

Mit Arising Empire/Nuclear Blast haben die Jungs übrigens nach drei DIY-Veröffentlichungen über ihre eigene Plattenfirma Findaway Records nun eine neue Labelheimat gefunden, die nicht besser zum Arbeitsethos der Band passen könnte.

Aber lassen wir dazu die Jungs doch kurz bei einem entspannten Getränk selbst zu Wort ko-… Hoppla, da sind sie auch schon wieder auf der Bühne. Verdammte Arbeitstiere! Gut so!

Ingo Donot

OTTO NORMAL

Die fünf Freiburger haben mit ihrer energiegeladenen Bühnenshow samt beindruckendem Freestyle-Part über 300 Liveshows gespielt und bereits zwei Alben sowie eine Vinyl-EP veröffentlicht. OTTO NORMAL sind ein komprimiertes Orchester, das in der Synergie von Pop und Rap seinen Stil gefunden hat. Dabei ergeht man sich weniger in Jim Pandzko-Floskeln, sondern bietet den Zuhörern einen Reality-Check an, ohne an eingängigen Melodien zu sparen. Dabei verliert sich die Band nicht in Betroffenheitslyrik und Schmusepoesie, sondern zeigt Kante und sieht sich als Teil und Akteur des Zeitgeschehens. Nach zwei Jahren Studio wird 2018 wieder aus Proberaum Bühne, aus Stift Mikrofon und aus Isolation der Drang zu sagen: “Wir sind wieder da!”.

OTTONORMAL
SUMACOVJEK

ŠUMA ČOVJEK

Šuma Čovjek räumen mit allen Klischees über klassischen Balkanpop auf. Die zehn Schweizer mit – wie man so schön sagt – «Migrationshintergrund» singen auf Kroatisch, Arabisch, Englisch,
Französisch, Roma und Spanisch. Die Sprachen fliessen so harmonisch ineinander, dass man das Gefühl bekommt alle zu verstehen. Das liegt sicher nicht zuletzt an den liebevoll inszenierten Songs, von melancholischen Balladen bis hin zu rhythmischem Pop-Rock, Bläsersolos und Rap. In ihrem im März erschienen Album «No Man’s Land» besingen sie das Gefühl an verschiedensten Orten zu Hause zu sein.

Die Lieder des Albums „No Man`s Land“ sind lyrische Geschichten zu aktuellen aber auch allgemeingültigen Themen zwischenmenschlicher Natur. Es geht um das Gefühl an verschiedenen Orten zu Hause zu sein, um den Kampf mit sich selbst im Kontext der gesellschaftlich- politischer Herausforderungen.

DIE DRUKERS

Drei Freunde, Ein Traum, Ein Weg, Ein Ziel.
Seit dem Jahre 2012 bringen Sie ihre eigenen Songs unters Volk und geben alles für den Erfolg. Einflüsse schöpfen Sie aus Rock und Punkrock Größen wie „Die Toten Hosen“, „Broilers“ und „Green Day“.

Der Name „Die Drukers“ wird aus dem englischen Nadsat Slang „The Droogs“ abgeleitet und bedeutet „Die Freunde“. Die Band besteht aus einer klassischen Instrumentalbesetzung: Gitarre, Schlagzeug, Bass.

Ihre Lyrics sind ausschließlich deutsch und handeln von persönlichen Erfahrungen aus dem Leben.

Drukers
vicaconagua
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